Wirksamkeit Filialtherapeutischer Interventionen bei Risikokindern - systematisches Review und Metaanaylse
Projektdauer:
01.09.11 bis 31.07.12
Kurzinhalt:
Filialtherapie ist eine Intervention, bei der Eltern trainiert und dabei supervidiert werden, mit ihren eigenen Kindern zu Hause personzentrierte Spieltherapiesitzungen durchzuführen. Viele Wirksamkeitsstudien belegen hohe Effekte im Bereich der Outcomescores professioneller Psychotherapie. Ein großer Teil der Wirksamkeitsstudien zu Filialtherapie befasst sich explizit mit Gruppen von Risikokindern (Bratton, et al. 2005). Diese Studien erscheinen für einen Wirksamkeitsbeleg des Verfahrens besonders geeignet. Der Forschungsstand belegt bereits, dass Filialtherapie eine wirksame Methode ist, um therapeutische Veränderungen zu erzielen. Jedoch wurde Filialtherapie explizit bei der Gruppe der Risikokinder in Form einer Metaanalyse bislang noch nicht untersucht.
Ergebnis:
Die Gesamteffektstärke für Filialtherapie bei Risikokindern über alle vierzehn inkludierten Studien hinweg beträgt g = 0.847 (p = .000). Diese Zahl unterstreicht die hohe Wirksamkeit der Filialtherapie, die Bratton und Kollegen (2005) ermittelt haben. Die differentiellen Effekte über die einzelnen Testskalen hinweg sprechen für eine sehr starke Zunahme der elterlichen Empathie und Akzeptanz durch das Filialtherapietraining.
Projekt-ID:163 Fak. 2 - Institut Kindheit, Jugend und Familie • Pädagogische Psychologie, Beratung und InterventionErfasst von Nuding (geb. Hölldampf), Dagmar am 16.07.12 Zuletzt geändert von Strempel, Bettina am 12.01.16